Pauschaldotierte Unternehmenskasse auch für Minijobber zugänglich

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Pauschaldotierte Unternehmenskasse auch für Minijobber zugänglich

Mit dem Konzept der bacon mini-job rente® hat die Berliner bacon pension trust AG ein Konzept entwickelt, das Minijobber und Geringverdiener vor Altersarmut schützen soll.

Minijobber und Beschäftigte in der sogenannten Gleitzone (Einkommen von 450 bis 1.200 Euro brutto monatlich) haben oftmals ein Problem: Sie erwerben so gut wie keine Anwartschaften in der gesetzlichen Rentenversicherung, und Geld für eine private Altersvorsorge steht in diesen Einkommensgruppen regelmäßig auch nicht zur Verfügung. Um das zu verdeutlichen: So erwerben Minijobber zurzeit lediglich ca. 0,38 Euro pro Arbeitsmonat Rentenanwartschaft in der gesetzlichen Rentenversicherung; das entspricht pro Jahr einem Wert von 4,53 Euro. Nach 20 Jahren ergibt sich somit bestenfalls eine monatliche Rente von 91,20 Euro.

„Damit ist Altersarmut trotz eines womöglich unterbrechungsfreien Erwerbslebens vorprogrammiert. Das ist natürlich ein katastrophales Szenario für die Betroffenen und den Staat gleichermaßen, der durch Transferleistungen solidarisch eingreifen muss. Sinnvoller wäre es für Arbeitnehmer und Arbeitgeber, durch ein spezielles Konzept auch Geringverdienern einer betriebliche Altersvorsorge zu ermöglichen, von der sie sonst häufig ausgeschlossen sind“, sagt Frank Strehlau, Vorstandsvorsitzender der Berliner bacon pension trust AG, die das Konzept der bacon mini-job rente® entwickelt hat.

Gering entlohnte Arbeitskonzepte betreffen in Deutschland mehr als drei Millionen Menschen – vom Mitarbeiter im Großunternehmen über Beschäftigte im Handwerks-, Dienstleistungs- und karitativen Bereich bis hin zum Mitarbeiter im Familienbetrieb. Untersuchungen haben ergeben, dass bereits heute bei mindestens 30 Prozent dieser Beschäftigungsverhältnisse der Wunsch von Arbeitnehmer und Arbeitgeber besteht, die Arbeitszeit zu verlängern. Die freie Vereinbarung von Arbeitnehmer und Arbeitgeber, diese Zeit als Finanzierung für die Altersvorsorge aufzuwenden, ist daher Grundlage der bacon mini-job rente® der bacon pension trust AG.

Über die pauschaldotierte Unternehmenskasse als traditionellen Durchführungsweg der betrieblichen Altersvorsorge in Deutschland, die die bacon pension trust bei Unternehmen implementiert, können auch Minijobber und Arbeitnehmer in der Gleitzone durch eine betriebliche Altersvorsorge bedacht werden. Aber nicht durch eine typische komplett arbeitgeberfinanzierte Leistung, sondern durch die sogenannte Arbeitszeiterhöhung. Der vom Arbeitgeber zu erbringende Gegenwert – zum Beispiel in Höhe von 50 Euro monatlich – wird dafür sozialabgaben- und steuerfrei als Versorgungsbeitrag in eine betriebliche Altersversorgung eingebracht, in dem Falle in eine pauschaldotierte Unternehmenskasse.

Nach 20 Jahren im Job entsteht durch diese 50 Euro, für die nur wenige Stunden mehr monatlich gearbeitet werden müssen, eine Kapitalzusage von 35.000 Euro oder umgerechnet pro Monat eine Rente von 194,44 Euro. Der finanzielle Aufwand für den Arbeitnehmer ist null, der Arbeitgeber hat rund 10.000 Euro aufgebracht. „Dieser finanzielle Mehrwert entsteht durch die Struktur der pauschaldotierten Unternehmenskasse, deren Dotierungen mit durchschnittlich drei Prozent jährlich verzinst werden“, sagt Frank Strehlau. Die pauschaldotierte Unternehmenskasse ist eine rechtlich eigenständige Einrichtung, deren Dotierungen (also die Zahlungen des Unternehmens für die Mitarbeiter) als Betriebsausgaben unmittelbar steuerlich angerechnet werden.

Unternehmen müssen die Dotierungen nicht wirklich zahlen, sondern können das Geld mitsamt der steuerlichen Begünstigung als Liquidität erhalten und damit unternehmerische Projekte finanzieren oder ein externes Vermögensverwaltungskonzept umsetzen. „Damit erwirtschaften Unternehmen das notwendige Geld, um späterhin die Altersversorgung der Mitarbeiter zu zahlen. Vor allem bei Unternehmenskassen, deren erste Auszahlung weit in der Zukunft liegt, ist das ein sinnvolles Konzept“, weiß Frank Strehlau. Und durch die bacon mini-job rente® sei diese interessante Alternative nun auch für Unternehmen zugänglich, die ihre Minijobber finanziell versorgen wollen.

Wichtig: Nicht geeignet ist das Konzept für Arbeitnehmer, die nur vorübergehend beschäftigt sind und/oder die sehr häufig den Arbeitgeber wechseln. Die Idee ist auf ein langlaufendes Beschäftigungsverhältnis ausgelegt.