Pauschaldotierte Unternehmenskasse: Vorteile in der Unternehmensnachfolge

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Pauschaldotierte Unternehmenskasse: Vorteile in der Unternehmensnachfolge

Die pauschaldotierte Unternehmenskasse als Sonderform der betrieblichen Altersvorsorge kann für frische Liquidität sorgen. Das vereinfacht die Finanzierung der Unternehmensnachfolge.

Die Unternehmensnachfolge ist derzeit eines der wichtigsten Themen des Mittelstandes in Deutschland. Jedes Jahr stehen mehrere 10.000 Unternehmen zur Übergabe bereit. Davon verbleibt rund die Hälfte im Besitz der Familie, die andere Hälfte wird größtenteils an einen Käufer außerhalb der Familie weitergegeben. Unter diesen Käufern befinden sich gerade im kleineren Mittelstand sehr viele Menschen, die sich im Rahmen der Unternehmensnachfolge erstmals unternehmerisch betätigen oder aus der Selbstständigkeit heraus einen Betrieb übernehmen. Für sie stellt sich, neben den typischen Herausforderungen des unternehmerischen Alltags, vor allem eine Frage: Werden sie in der Lage sein, sowohl die Finanzierung des Unternehmenskaufs zu bedienen als auch eine Überrendite für die eigene Kasse zu erwirtschaften?

Der Hintergrund: „In der Regel verfügen diese Erwerber nicht über die strategische Liquidität, wie sie viele Unternehmen in den sehr guten vergangenen Jahren aufgebaut haben, um damit einen Kauf entweder mit viel Eigenkapital zu unterlegen oder sogar komplett selbst zu finanzieren. Sie sind auf eine Bank oder sogar mehrere angewiesen und brauchen daher von Beginn an sehr stabile Ergebnisse und eine positive Bilanz, um diese Kreditlinie nicht zu gefährden beziehungsweise bei der nächsten Verlängerung erheblich zu verteuern“, sagt Frank Strehlau, Vorstand der Unternehmensberatung bacon pension trust AG aus Berlin. Das Unternehmen hat eine Alternative in der betrieblichen Altersvorsorge am Markt etabliert und setzt vor allem im Mittelstand das Konzept der pauschaldotierten Unternehmenskasse in der selbst entwickelten und rechtlich geschützten Form des corporate cash fund® um.

Unternehmensnachfolge finanziell sinnvoll gestalten

Aber was hat jetzt die betriebliche Altersvorsorge (bAV) mit der Unternehmensfinanzierung zu tun? Die bAV kann für Arbeitgeber erhebliche finanzielle Vorteile schaffen und vor allem in den ersten Jahren nach dem Erwerb für eine substanzielle Verbesserung der Liquidität führen – und damit die Finanzierung erleichtern. Das sei einer der Vorteile der pauschaldotierten Unternehmenskasse für Unternehmer, betont Frank Strehlau. „Über die pauschaldotierte Unternehmenskasse errichten Unternehmer ein arbeitgeberfinanziertes Instrument zur Steuerung der betrieblichen Altersvorsorge für die Mitarbeiter. Für jeden Mitarbeiter wird eine Dotierungssumme festgelegt, die ihm, inklusive einer durchschnittlichen Verzinsung von drei Prozent jährlich, mit dem gesetzlichen Renteneintrittsalter zur Verfügung steht. Im Einkommensteuergesetz ist festgelegt, dass die Dotierungen, also die Zahlungen an die Unternehmenskasse, unmittelbar als Betriebsausgaben steuerlich geltend gemacht werden können, entweder direkt oder über die Jahre verteilt. Das reduziert die Steuerlast spürbar und erhöht die Liquidität für eine Stärkung der unternehmerischen Substanz.“

Durch eine besondere Gestaltungsmöglichkeit der pauschaldotierten Unternehmenskasse ist es zudem möglich, die Dotierungen nur fiktiv anzusetzen und das steuerbegünstigte Kapital der pauschaldotierten Unternehmenskasse im Betrieb zu halten. Will heißen: Das Geld für die Unternehmenskasse wird als Betriebsausgabe geltend gemacht, fließt aber gar nicht ab und kann dementsprechend im Unternehmen weiter eingesetzt werden, zum Beispiel für die Abtragung der Verbindlichkeiten, um früher über alle Gewinne zu verfügen, und/oder schnelleres strategisches Wachstum für eine Erhöhung der Rendite. Selbst die Anlage am Kapitalmarkt über eine Vermögensverwaltung ist bei dem Konzept möglich. „Auf diese Weise entsteht die benötigte Rendite für die spätere Zahlung der bAV-Ansprüche an die Mitarbeiter, deren Dotierungen durchschnittlich mit drei Prozent jährlich verzinst werden. Eine unternehmerische Rendite aber beträgt in der Regel mindestens zehn Prozent, sodass der Übertrag als steuerfreier Ertrag beim Unternehmen verbleibt“, erläutert der bacon pension trust AG-Vorstandsvorsitzende.

Er weist darauf hin, dass bereits bei Betrieben ab fünf Arbeitnehmern die Einrichtung einer pauschaldotierten Unternehmenskasse Sinn ergeben kann. „Größe ist kein Kriterium. Natürlich steigen die steuerlichen Effekte mit der Anzahl der Mitarbeiter und damit der Höhe der Dotierungen. Aber die Möglichkeit können alle Unternehmenskäufer nutzen, um die Finanzierung des Erwerbs zu erleichtern.“