bAV: Unternehmenskasse verbessert die Ergebnisse

bAV: Unternehmenskasse verbessert die Ergebnisse

Ein Instrument wie die pauschaldotierte Unternehmenskasse (Unterstützungskasse) bietet sich als versicherungsfreie Alternative in der betrieblichen Altersvorsorge für den Mittelstand an. Die Unterstützungskasse verschafft Unternehmen dauerhaft hohe Liquiditätsüberschüsse und eine hohe Attraktivität für Mitarbeiter und sonstige Begünstigte.

Von Frank Strehlau, Vorstand der bacon pension trust AG

Die betriebliche Altersvorsorge, kurz: bAV, in Deutschland ist ein ewiges Thema. Zwar weiß so gut wie jeder, dass sie als dritte Säule der Altersversorgung hierzulande einen enormen Stellenwert hat, was die Ruhestandsfinanzierung für Arbeitnehmer angeht. Aber genauso ist auch noch einiges im Argen. Dies lässt sich beispielsweise an den Ergebnissen der „Entwicklungen und Trends in der bAV – Deloitte Studie zur betrieblichen Altersversorgung“ der internationalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte ablesen: „Man muss im Vergleich zu den beiden letztjährigen Studien leider feststellen, dass die bAV in vielen Bereichen auf der Stelle tritt. Wahrscheinlich kann man von einem Thema mit einem derartig langfristigen Wirkungshorizont keine kurzfristigen Umbrüche erwarten, aber etwas mehr Dynamik wäre angesichts der bevorstehenden demografischen Herausforderungen schon notwendig. Zwar hat sich die Verbreitung von arbeitgeberfinanzierter bAV immerhin seit 2017 um neun Prozentpunkte erhöht. Doch die Teilnahme an Entgeltumwandlung verharrt bei unter einem Viertel der Befragten trotz vieler Gründe für eine bessere Nutzung: 80 Prozent gehen davon aus, dass die gesetzliche Rentenversicherung nicht genug zu ihrem Lebensunterhalt im Ruhestand beitragen kann, 51 Prozent wären bereit, auf Gehaltserhöhungen zugunsten der bAV zu verzichten und immer noch 41 Prozent verwenden das Festgeldkonto zum Sparen auf das Alter.“

Arbeitnehmer wünschen sich sichere und flexible Möglichkeiten

Wie auch in den letzten Jahren liegen die Gründe dafür laut Deloitte weitgehend in einer mangelhaften Kommunikation. Es sei zwar eine leichte Steigerung bei den Arbeitnehmern zu beobachten, die sich ausreichend informiert fühlten. Aber diese Steigerung sei viel zu gering, um einen nachhaltigen Umschwung zu erzeugen. Hinzu komme, dass nach wie vor viele Arbeitgeber die betriebliche Altersversorgung gar nicht proaktiv anböten. Dies gaben laut der Studie aktuell 38 Prozent der befragten Arbeitnehmer an. Aber auch dort, wo entsprechende Angebote existierten, gebe es noch viel Verbesserungspotential in der Gestaltung und Kommunikation der Angebote. Eine Erkenntnis: „Die Arbeitnehmer wünschen sich insbesondere sichere und flexible Möglichkeiten, im Rahmen von bAV vorzusorgen. Hierfür bevorzugen sie detaillierte Informationen, beispielsweise durch entsprechende Broschüren. Das Potential ist demnach vorhanden, die Notwendigkeit ebenso, aber der entscheidende Impuls ist bislang nicht abzusehen.“

Betriebliche Altersversorgung im Mittelstand verbreiten

Auf der anderen Seite sind die Unternehmen bemüht, etwas an der Situation zu ändern. Durch das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) soll die betriebliche Altersvorsorge in Deutschland gesetzlich gefördert werden. Dass dies offenbar gelingt, zeigt eine aktuelle Untersuchung der Beratungsgesellschaft Willis Towers Watson. Nahezu jedes zweite Unternehmen plant demnach, seine betriebliche Altersversorgung (bAV) auszubauen oder anzupassen. Die Bundesregierung zielt mit dem BRSG darauf ab, die Betriebsrente insbesondere auch in kleinen und mittleren Unternehmen weiter zu verbreiten. Auch für Beschäftigte mit geringem Einkommen soll durch das Gesetz ein Anreiz zur zusätzlichen Altersvorsorge geschaffen werden.

Direktversicherung oder Pensionskasse nicht immer optimal

Damit Unternehmer aber nicht in eine gefährliche Haftungsfalle tappen, sollten sie sich über die Struktur der betrieblichen Altersvorsorge Gedanken machen und die Neuregelungen des Betriebsrentenstärkungsgesetzes dafür nutzen, über den richtigen Durchführungsweg nachzudenken und zu analysieren, auf welche Art und Weise man den größten Mehrwert für die Beschäftigten und das Unternehmen schaffen kann. Nicht immer sind die traditionellen Wege wie Direktversicherung oder Pensionskasse die optimalen Lösungen, und selbst die Direkt- beziehungsweise Pensionszusage hat bei allen Vorteilen auch eklatante Nachteile für Unternehmen. Es fehlen beispielsweise die rückwirkenden Bilanzierungsmöglichkeiten, und die flexible Nutzung der Beiträge ist ebenso nicht gegeben.

Denn die Praxis zeigt immer wieder, dass viele dieser herkömmlichen Verträge vergleichsweise teuer, unflexibel und nicht sonderlich rentierlich sind. Das führt, auch angesichts der mittlerweile geltenden Zuschusspflichten für Arbeitgeber, zu hohen Kosten, die sich betriebswirtschaftlich und strategisch nicht wirklich rechtfertigen lassen. Vielmehr helfen diese Verträge der Versicherungsgesellschaft und dem Vermittler, aber weder dem Unternehmen noch dem versicherten Mitarbeiter. Letzterer verfügt beim Eintritt in den Ruhestand möglicherweise nicht über die erwartete Summe, und ersteres haftet bei einem Arbeitsplatzwechsel auch noch für die Differenz zwischen dem kalkulierten und dem echten Vertragswert.

Pauschaldotierte Unternehmenskasse als versicherungsfreie Alternative

Daher suchen viele Unternehmer eine Alternative, um ihre betriebliche Altersvorsorge professionell zu regeln. Der Bedarf und die Wachstumschancen sind groß, wie die Statistik der aba Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung e.V. zeigt: Zwischen der Betriebsgröße und der Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung (bAV) bestand in der Privatwirtschaft laut „Alterssicherungsbericht 2016“ eine positive Korrelation. Je größer das Unternehmen, desto verbreiterter auch bAV-Lösungen.

Ein Instrument wie die pauschaldotierte Unternehmenskasse (Unterstützungskasse) bietet sich indes als versicherungsfreie Alternative auch für den Mittelstand an. Sie schafft den Vorteil, dass die Unternehmen, die über diese durch § 4d Einkommensteuergesetz abgesicherte, rechtlich und steuerlich eigenständige Einrichtung verfügen, die als Betriebsausgaben begünstigten Dotierungen im Unternehmen direkt als Working Capital (= frische Liquidität!) verbleiben und dementsprechend nach den individuellen Zielen und Strategien für die eigenen Zwecke benutzen können.

Im Gegensatz zu den anderen bekannten Durchführungswegen der betrieblichen Altersvorsorge hat die pauschaldotierte Unternehmenskasse den Vorteil, dass die Unternehmen, die über diese rechtlich und steuerlich eigenständige Einrichtung verfügen, die als Betriebsausgaben begünstigten Dotierungen im Unternehmen halten und dementsprechend für die eigenen Zwecke benutzen können. Aus dem unternehmerischen Einsatz entsteht die benötigte Summe, um die Altersvorsorge der Mitarbeiter zum Bezugszeitpunkt zu finanzieren.

Unterstützungskasse: Dauerhaft hohe Liquiditätsüberschüsse erzielen

In ihrer Prägung als ccf corporate cash fund® stellt die pauschaldotierte Unternehmenskasse der bacon pension trust also ein effektives und effizientes Steuerungsinstrument dar, das als eigenständiges Rechtsinstitut vom Unternehmen nach personal- sowie vor allem bilanz- und finanzpolitischen Vorgaben gesteuert wird. Der ccf corporate cash fund® generiert neben einer hohen Altersversorgung für die Begünstigten (Mitarbeiter, aber auch Gesellschafter, Geschäftsführer, Vorstände, Handelsvertreter, Steuerberater etc.) erhebliche und vor allem steuerfreie zusätzliche Erträge. Damit verschafft er dem Unternehmen ebenso dauerhaft hohe Liquiditätsüberschüsse wie auch eine hohe Attraktivität für Mitarbeiter und sonstige Begünstigte.

Die Unterstützungskasse ermöglicht dabei, Aufwand in das steuerpflichtige Unternehmen zu verlagern und andererseits Erträge in der steuerbefreiten Unterstützungskasse zu generieren. Dabei ist sie – abgesehen von der Gewinn- und Verlustrechnung – bilanzneutral und verbessert signifikant nicht nur die Eigenkapitalkennziffern, sondern auch die weiteren Kennzahlen. Unternehmen, die eine pauschaldotierte Unternehmenskasse implementiert haben, nutzen das frische Kapital nicht selten dazu, um beispielsweise einen Wettbewerber im Rahmen der Altersnachfolge zu kaufen, eine neue Niederlassung zu gründen oder auch, um ein begehrtes Spezialistenteam einzustellen, das wiederum für bessere Ergebnisse durch Know-how sorgt. Oder aber das Vermögen der Unterstützungskasse wird in bestimmte Anlageinstrumente im Sinne einer klassischen liquiden/illiquiden Vermögensverwaltung investiert. Diese Schritte führen schnell zu wesentlich besseren Betriebsergebnissen, sodass auch die Verzinsung der Dotierungen für die Mitarbeiter in Höhe von drei Prozent jährlich leicht zu bewerkstelligen sind. Alles darüber verbleibt wiederum als direkter Gewinn. Und der ist sogar steuerfrei, weil er der pauschaldotierten Unternehmenskasse entspringt.